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Reise-Tipp: Madeira: Traumhafte Vulkaninsel

Kathi Lenger 18. September 2018 15:49

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    Einmal tief den wundervollen Anblick Madeiras in sich aufnehmen: Kathi hat sich verliebt in die portugiesische Vulkaninsel.

Die erste Frage, die mir zu unserem Urlaubsziel gestellt wurde, war: „Madeira? Wie kommt ihr denn darauf?“ Tatsächlich über die Empfehlung von Freunden. Jeder, der schon einmal dort gewesen ist, schwärmt von dieser Insel. Also hatte ich wirklich Lust, Madeira kennenzulernen. Vorweg: Es war ein wundervoller Urlaub! Hier sind meine Lieblings-Ausflugtipps, die Ihr ansteuern solltet.

Madeira ist eine portugiesische Vulkaninsel im Atlantik. Der vulkanische Ursprung macht die Insel nicht nur fruchtbar, sondern hat noch einen anderen Effekt: Auf der Insel gibt es – je nachdem auf welcher Höhe man sich befindet – vier unterschiedliche klimatische Zonen. Die Insel hat einiges zu bieten. Vor allem die Natur ist wunderschön – viele Leute kommen vor allem zum Wandern hier her. Wir mieteten uns für fünf Tage ein Auto und fuhren über die Insel.

Stadt Monte, Jardim Tropical Monte Palace und Korbschlittenfahrt
Mit der Seilbahn Teleféricos ging es hoch in die Stadt Monte. Schon die 15-minütige Seilbahn-Fahrt dorthin war der Wahnsinn, hier hat man einen tollen Ausblick auf die Insel. Oben in Monte angekommen, ging es für uns in den Jardim Tropical Monte Palace – ein tropischer Garten mit tollen Überraschungen. Viele verschiedene Pflanzen, Bäche und Teiche, angelegte Wege kreuz und quer. Auch der asiatische Teil hat seinen Reiz.
Nach der Besichtigung durch den Park wollten wir unbedingt Korbschlittenfahren – ein echtes Muss.

Besonderes Erlebnis: Korbschlitten fahren

Die zweisitzigen Korbschlitten gleiten auf Holzkufen, geschoben und gesteuert von zwei traditionell in weißer Leinenkleidung bekleideten Männern, die die Gummisohlen ihrer Stiefel als Bremsen benutzen. Ich muss gestehen, ein bisschen Schiss hatte ich schon. Aber ich kann Euch sagen: Es war unfassbar witzig!

Santana und Lavapools
Der nächste Ort auf unserer Liste: Santana. Dort gibt es strohgedeckte Häuschen, die sogenannten Madeira-Häuschen. Sie bestehen nur aus einer Giebelwand und einem knapp über den Boden reichenden Strohdach. Was heute so hübsch und herzlich wirkt, war für die damaligen Bewohner ein Leben in engsten Verhältnissen. Heute befinden sich in den Häuschen Wein- und Blumenladen. Auch der Blick von hier oben auf das Meer ist einfach fantastisch! Anschließend nahmen wir noch ein Bad in den Lavapools. Ja, das sind wirklich Naturschwimmbecken aus Lavagestein! Man kann hier nicht nur schwimmen, sondern auch wunderbar schnorcheln gehen. Kleiner Tipp: Geht lieber zu den Lavapools in Funchal – dort ist es gerade in den Ferien nicht so überfüllt wie in Porto Moniz.

Höchster Berg Pico Ruivo
Am nächsten Tag entschieden wir uns dazu, wandern zu gehen: auf dem höchsten Berg Pico Ruivo. Er ist 1862 Meter hoch und besteht größtenteils aus Lavagestein. Eine echte Herausforderung für uns, denn an diesem Tag war es sehr warm. Egal, wir wollten hoch nach oben. Ganze zwei Stunden wanderten wir bis zum höchsten Punkt und dann waren wir tatsächlich über den Wolken! Eine einzigartige Aussicht!

Risco-Wasserfall
Der Wasserfall befindet sich im Südwesten der Insel in der Nähe von Rabaçal. Oben auf dem Parkplatz angekommen, konnten wir unseren Augen nicht trauen: überall freilaufende Kühe, die sich auch teilweise vor die Autos stellten. Der Weg zum Wasserfall führte durch die pure Natur und war teilweise ein kleines Abenteuer. Als wir schließlich das Donnern der Wassermassen hörten, war das Erste, was ich dachte „Wahnsinn!“ Hier stürzt das Wasser einen 100-Meter-hohen Felsen hinab. Ein toller Anblick, für den sich das Wandern lohnt!

Delfine im offenen Meer
Die letzten Tage lagen vor uns – wir hätten locker noch eine Woche auf Madeira verbringen können, so gut hat uns die Insel gefallen. Als kleinen Abschluss stand eine Katamaran-Fahrt auf dem Plan, wir wollten Delfine sehen. Der Kapitän am Bord wollte uns jedoch nichts versprechen, man müsse eben etwas Glück haben – und das hatten wir. Nicht mal eine halbe Stunde mussten wir warten, bis wir sie sahen. Es waren nicht nur ein, zwei – sondern gleich acht Tiere.

Die eine Woche auf Madeira ging viel zu schnell vorbei. Die Vulkaninsel hat uns so gut gefallen, dass ich sie jetzt Euch auch für Euren nächsten Urlaub empfehlen kann. Ich war – da bin ich mir sicher – auf keinen Fall zum letzten Mal auf Madeira.

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